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 + Reges Interesse zeigten die „AHO“-Teilhaber bei ihrer ersten Gesellschafterversammlung. Foto: schubert
Agrarhandel Oberland will sein Sortiment erweitern

15.11.2010 15:08

 

Weilheim-Schongau - Als Erfolgsmodell präsentierte der Geschäftsführer Josef Ponholzer den „Agrarhandel Oberland“ (AHO) in der ersten Gesellschafterversammlung, zur der rund 150 Landwirte in den Gasthof „Zur Post“ in Eberfing gekommen waren.

Die Geschäftszahlen, die den Landwirten in der geschlossenen Versammlung des Unternehmens präsentiert wurden, belegen steten Zuwachs. Der Öffentlichkeit präsentieren will sie der Geschäftsführer aber nicht. Es herrsche starker Konkurrenzdruck in der Branche, und die Wettbewerber sollten keinen einseitigen Vorteil haben.

Das Unternehmen mit der Rechtsform „GmbH & Co. KG“, dessen Kapital 217 Bauern eingebracht haben, macht den meisten Umsatz mit Dünger, Futtermittel stehen an zweiter Stelle. Außerdem handelt die „AHO“ mit Saatgut, Silofolien, Stallzubehör, Pflanzenschutzmitteln und Kleinbedarf für Landwirte. Ponholzer will das Angebot „vorsichtig erweitern“. Nicht zufrieden ist er mit der Durchlaufzeit von Aufträgen im ersten Jahr. Diese soll verkürzt werden.

Die „AHO“ war im März 2009 von Landwirten gegründet worden, die in der Tradition der bäuerlichen Selbsthilfeorganisationen das Geschäft mit landwirtschaftlichem Bedarf selbst bestimmen wollen. Standort ist das Lagerhaus am Iffeldorfer Bahnhof, das von der „Raiffeisenbank südöstlicher Starnberger See“ gekauft wurde.

Damit sollte laut Ponholzer verhindert werden, dass andere Unternehmen in der Umgebung „sich den Kuchen aufteilen“ und die Preise bestimmen. Die AHO arbeite nicht nur kostengünstig, sondern schütte erwirtschaftete Gewinne, die nicht im Unternehmen gebraucht werden, auch an die Teilhaber - alle sind Bauern - aus.

Bereits im ersten Jahr habe das Unternehmen nicht nur „eine schwarze Null“ geschrieben, sondern sogar einen kleinen Gewinn erwirtschaftet. Dieser wurde aber nicht ausgeschüttet, sondern in den Aufbau des Unternehmens investiert. Um die Zukunft zu sichern, wurden laut Ponholzer Verbesserungen am Lagerhaus vorgenommen, und es wurde zusätzliche Lagerkapazität geschaffen.